Der Sollingverein
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Wanderung rund um Heinsen

Eine kulturhistorische Wanderung im Wesertal

„Rundwanderung von Heinsen zum Wilmeröderberg und zurück“

Der Vorschlag einmal in der Umgebung des Flecken Polle zu wandern und dort die Kulturlandschaft zu erkunden, wurde schließlich als Herbstwanderung umgesetzt.  Vorausgehend musste dazu die Streckführung in Augenschein genommen, festgelegt und eine Balance zwischen den reinen

gewünschten Naturwegen und den vorhandenen Asphaltstraßen gefunden werden.

Am 11.Oktober, Treffen Parkplatz an der Mehrzweckhalle in Heinsen. Von dort ging es über den Stollen, an dem Hagengrund mit seinem Kalkofen vorbei, an Hangwiesen, den Hecken umsäumten Wegen, Richtung Wilmeröderberg, der ersten Etappe dieser geführten Rundwanderung. Typische Elemente einer Kulturlandschaft, der örtlichen Entwicklung, die hier gut 1000 Jahre alt sein können. Unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern entwickelten sich Gespräche über alltägliches und zu den örtlichen Besonderheiten. Dazu ein Austausch über Geschichte, Geologie und Topographie des Wandergebietes. Ein Highlight war für alle Teilnehmer schließlich das Erreichen des Wilmeröderberges, der ersten und wichtigsten Etappe der Rundwanderung. Dieses bei fast frühlingshaften Temperaturen, mit reizvollen Impressionen und einer guten Rundumsicht, die bis zum Köterberg, in das Wesertal und zu den bekannten Steinmühlefelsen mit den verschiedenen Orten der Samtgemeinde Polle reichte.  Es war ohne Zweifel ein schöner Wandertag, der vielleicht einmal ganz persönlich wiederholt und dazu anderen Wegen vertieft werden kann.

Eine erste Rast, mit einer kleinen Stärkung aus dem eigenen Rucksack, ausreichend Sitzplätze waren schnell gefunden und eingenommen, wie das ein Bild deutlich zeigt.  Auch dieser Gruppenaspekt wurde gepflegt, um die nötige Kraft für den Rückweg zu haben, der jetzt wieder in das Wesertal   führte. Vorbei an dem Naturschutzgebiet Osterberg – hier war nur ein kurzweiliger Blick möglich.  Einst wurde hier hochwertiger Muschelkalk abgebaut und verschifft.  In den achtziger Jahren erkannte man die Besonderheit der Trockenrasen-botanik und stellte diesen unter Naturschutz.  So ist das alte Abbaugebiet heute ein Refugium für seltene Pflanzen geworden.  Der weitere Weg führte an der ehemaligen Transportrampe des Steinbruchbetriebes zur Weser und schließlich zum   Ausgangspunkt zurück.

In 3 Stunden Wanderzeit wurden rund 10 Kilometer und 200 Höhenmeter bewältigt. Eine recht

respektable Leistung stellte Wanderwart Wolfgang Heise resümierend fest.  Allen hatte es Freude bereitet: ein neues Wanderziel ist bereits ausgeguckt und soll demnächst bekannt gegeben werden.  Für die Wandergruppe steht fest: “Zu Fuß ist der Blick doch ein anderer“.

                                                                                                                                        Wolfgang Wagner

Ein Hinweis:

Auf der Webseite steht eine Datei mit den verschiedenen kulturhistorischen Aspekten, die bei der

Wanderung angesprochen wurden, zur Verfügung.  Diese sind als Vertiefung zum Thema gedacht.

Mit „Heinsen –  die Geschichte eines Oberweserdorfes“ von Friedrich Wittkopp, liegt eine fundierte heimatkundliche Literatur über Heinsen für Heimatfreunde vor.

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